Üppige Palmenhaine, karge Steinwüsten, rostrotes Gebirge, grüne Oasen, goldfarbene Sand dünen, weite Strände, schroffe Steilküsten und tiefblaues Meer Oman ist ein Land mit faszinierenden Landschaftsbildern.
Das mächtige Hajar-Gebirge im Norden des Landes bietet Reisenden am meisten Abwechslung. Jahrhundertealte Festungsbauten (Forts) wecken die Neugier, karge Gebirgstäler und ausgetrocknete Flussbette (Wadis) ver locken zu abenteuerlichen Fahrten im Geländewagen und herrliche Strände entlang der nördlichen Küste verheissen ausgedehntes Bade- und Tauchvergnügen. Wer tropisches Ambiente erleben möchten, dem empfiehlt sich ein Aufenthalt in Salalah.
Khasab
An der nördlichsten Spitze der Arabischen Halbinsel liegt die omanische Exklave Musandam, welche nur via die V.A.E. erreicht werden kann. Ihr Hauptort Khasab (5000 Einwohner) war früher ein gefürchtetes Piraten- und Schmugglernest und bis vor wenigen Jahren nur auf dem Wasser zugänglich. Heute dominieren Fischerei und Oasenwirtschaft und eine Strasse wurde gebaut. Die Küstenlandschaft gilt mit ihren tiefen Fjorden, malerischen Fischerdörfern und zahlreichen Inseln als traumhaft schön. Die reiche Unterwasserwelt (Korallen) und die vielen Delfinschwärme begeistern die Besucher.
Sehenswert
Khasab: Portugiesisches Fort (16. Jh.) mit Blick auf die Palmenhaine des Ortes. Wadi Tawi: Kleine Bergoase im Hinterland mit typisch omanischer Architektur und prähistorischen Felsenmalereien.
Jebel Harim: Der 2087 m hohe Berg erlaubt einen fantastischen Ausblick auf die Meerenge von Hormuz.
Sohar
Rund 240 km nördlich von Muscat gelegen, bildete die Küstenstadt mit rund 20 000 Einw. einstmals das «Tor zu China». Bis ins 18. Jahrhundert wurde Handel mit vielen Fernostländern betrieben. Von Sohar aus soll im 8. Jh. gar Sindbad der Seefahrer seine abenteuerlichen Fahrten unternommen haben. Heute ist Sohar eine mediterran wirkende Gartenstadt und Zentrum einer grossflächigen landwirtschaftlichen Region.
Sehenswert
Das renovierte Fort, der Hafen, der berühmte Fischmarkt und «Friday-Market», wo nicht nur Früchte und Gemüse, sondern auch Kamele, Schafe und Kunsthandwerk angeboten werden.
Barka Al Sawadi
Nördlich von Muscat erstreckt sich die Küstenebene Batinah entlang den kargen Ausläufern des Hajar-Gebirges mit ihren vielen Oasendörfern. Die kleine Küstenstadt Barka ist berühmt für ihren schönen (dunkelbraun-vulkanischen) Strand und die lokalen Teppichwebereien, welche vom Staat bewusst gefördert werden.
Sehenswert
Zu erwähnen sind die Stierkämpfe, die allerdings mit der spanischen Tradition nichts gemein haben, da sie keine Blutopfer fordern. Als Geheimtipp unter Tauchern gelten die Inselgruppen von Sawadi und Daymaniyat.
Nizwa
Die rund 8 km lange Oase am Fuss des Akhdar-Gebirges war früher Hauptstadt des Omans. Ihre Umgebung ist äusserst fruchtbar, in zahlreichen Plantagen werden Obst-, Zitrus- und Mangobäume sowie Gemüse angepflanzt. Die 30 000 Einw. zählende Stadt zeigt nebst vielen traditionellen Bauten auch ein modernes Gesicht und ist ein interessantes Etappenziel, knapp 180 km von Muscat entfernt.
Sehenswert
Das grosse Fort, eine gewaltige Festung aus dem 17. Jh. mit grossartiger Aussicht auf die Minarette der Grossen Moschee. Im lokalen Souk kann man nach den schönsten Silberarbeiten, Töpferwaren und Webereien suchen.
Sur
Viele Jahrhunderte lang war die Hafenstadt mit 50 000 Einw. wichtigster omanischer Seehafen für den Ostafrika-Handel. Gleichzeitig gilt die Stadt auch als bedeutendstes Zentrum des traditionellen Bootsbaus. In vielen Werften werden noch heute die typisch arabischen Holzschiffe (Dhows) in feinster Handarbeit gefertigt. Die Einheimischen benutzen sie zum Fischfang und für Warentransporte. Distanz nach Muscat: 300 km.
Sehenswert
Exkursion zum «Wadi Bani Khalid», einer sehr fruchtbaren Flussoase mit vielen Teichen, kleinen Seen und Palmenpflanzungen, westlich von Sur.
Ras Al Hadd
Der kleine Fischerdorf (5000 Einw.) liegt an einer geschützten Bucht, rund 60 km südlich der Stadt Sur. Bekannt ist er für seine am Strand getrockneten Sardinen, welche in ganz Oman als Viehfutter Verwendung finden. Die Landschaft in der Umgebung gilt als eine der schönsten im Land.
Sehenswert
Die meisten Besucher kommen wegen der Meeresschildkröten nach Ras Al Hadd. Das grosse Naturreservat von Ras Al Junaiz («Turtle Beach») ist wichtigster Brutplatz der Lederrücken-Schildkröten und kann täglich nur an einem einzigen Ort mit behördlicher Genehmigung (an Ort erhältlich) betreten werden.
Salalah
Die grösste Stadt des Südens (150 000 Einwohner) war im Altertum das Zentrum der Weihrauchgewinnung und liegt am Rand des asiatischen Monsungürtels. Von Juni bis September fällt starker Regen und beschert der Region tropisches Klima, üppige Vegetation und angenehme Temperaturen. Mit einer Jahres-Durchschnittstemperatur von 25°C, hellen, feinsandigen Stränden und dem bergigen Hinterland ist Salalah bei den Einheimischen als Erholungsort sehr beliebt. Kokospalmen, Bananen- und Früchteplantagen, repräsentative Alleen, Villen, aber auch indisch anmutende Strassenzüge und die vom Verfall bedrohte Altstadt geben dem Ort ein besonderes Gepräge.
Sehenswert
In der Stadt können verschiedene Weihrauchbrennereien oder ein Archäologiepark besichtigt werden. Erwähnenswert sind auch die Exkursionen in die «Rub al Khalil», einer der weltweit trockensten Wüsten von riesigem Ausmass oder zu «Hiobs Grab» in den Bergen.
Anreise
Die Fahrt mit dem Auto ab Muscat (1040 km) ist kaum lohnenswert. Wir empfehlen die Anreise ab Muscat mit dem Flugzeug. Flugzeit ca. 1:30h, Retourticket ca. CHF 300 (Änderung vorbehalten).
Mehr Oman
Forts
Oman ist reich an Burgen und Festungen. Noch bis ins vergangene Jahrhundert dienten sie zur Bewachung der Küste, Wüste und Oasen. Von vielen stehen nur noch Mauerreste, andere wurden sorgfältig renoviert, so beispielsweise die unter dem Schutz der Unesco stehende Lehmfestung von Bahla, ein einzigartiges Beispiel omanischer Fort-Architektur. Weitere Forts können in Nakhl, Nizwa und Jabrin bewundert werden.
Falaj
Seit Jahrhunderten wird in der Wüste Oasenwirtschaft betrieben. Die Fertigkeit, kostbares Wasser kilometerweit zu Palmhainen und Pflanzungen zu führen, war dabei von grösster Wichtigkeit. Das Gebirgs-Grundwasser, Umm al Falaj genannt, wurde mittels Kanälen und mühsam in den Berg getriebenen Tunnels in die Oasen geleitet, was in jener Zeit einer immensen Leistung gleichkam.
Weihrauch
Die wirtschaftliche Bedeutung von Weihrauch in Antike und Mittelalter ist vergleichbar mit jener von Erdöl heute. Bereits die alten Ägypter importierten das Harz aus Oman für ihre Rituale, aber auch die Herrscher im Vatikan sind seit vielen Jahrhunderten Abnehmer des Duftstoffes. Auch wenn der Wert des Harzes zurückging, ist Weihrauch im Oman weiterhin geschätzt. Die knorrigen Weihrauchbäume wachsen in der südlichen Provinz Dhofar. «Geerntet» wird der Weihrauchharz vor dem Monsun, d.h. in den Monaten März und April.
Allgemeine Informationen zum Oman
Oman in Kürze
- Geografie: 309'500 km² (ca. 7x die Schweiz), 1700 km Küste
- Hauptstad:t Muscat
- Bevölkerung: 2,6 Millionen
- Landessprache: Arabisch
- Politische Situation: Oman ist eine absolute Monarchie mit Nationalem Konsultativrat an ihrer Seite. Oberster Herrscher ist Sultan Qaboos Al Said.
- Währung: Omani Rial (OMR)
- Religion: Islam, vorwiegend Ibaditen; andere Religonen werden respektiert.
- Zeitverschiebung: Die Omani-Zeit ist GMT + 4 Std. Die Zeitverschiebung zur Schweiz beträgt im Sommer +2 Std. und im Winter +3 Std.
- Klima: Die Reisesaison in Oman ist ganzjährig, aber als beste Reisezeit wird Oktober bis April empfohlen.
Küche
Lokale Spezialitäten sind, um nur einige zu nennen, Humus (Kichererbsenpurée mit Sesamöl), Tabouleh (Mischung aus gehackter Petersilie, kleingewürfelten Tomaten und Zwiebeln, gemahlenem Weizen und Pfefferminzblättern), Muaddas (Basmati-Reis mit braunen Linsen) oder Kouhsa Mahsi (gefüllte Zucchini). Bestandteil der lokalen Küche sind auch Huhn und (fast immer) Reis. Süssigkeiten und stark gesüsster Tee bilden den Abschluss einer Mahlzeit. In der Hauptstadt Muscat lassen sich zahlreiche, gute Restaurants unterschiedlicher Herkunft ausmachen. Gut vertreten sind die indische und die chinesische Küche, aber auch italienische und französische Restaurants sind zu finden. Die grösseren Hotels verfügen meist über verschiedene Restaurants mit unterschiedlicher Küche. Alkohol wird in Restaurants, Bars und geschlossenen Hotelanlagen ausgeschenkt (Einschränkungen siehe «Ramadan»), er darf jedoch nicht öffentlich konsumiert werden.
Land
«Der Schleier der Nacht hatte Oman lange Zeit verhüllt, aber mit Gottes Hilfe wird ein neuer Morgen anbrechen und die Sonne wieder hell über Land und Volk scheinen. Inshallah!». Mit diesen Worten führte sich seine Majestät, Sultan Qaboos Bin Said al Said bei seinem Volke ein, als er im Herbst 1970 vom Vater die Macht übernahm. Zuvor fristeten die Omani ein Leben in völliger Abgeschiedenheit und von der übrigen Welt im Mittelalter zurückgelassen. Umso erstaunlicher schien es, dass der damals 30-jährige Sultan die Tore des Landes weit öffnete. Er verhandelte mit ausländischen Unternehmen, um die Grundlagen zur Förderung der Erdöl- und Erdgas-Vorkommen zu schaffen. Auf seine Initiative hin entstanden neue Wohnsiedlungen, Strassen, Schulen, Spitäler, industrielle und landwirtschaftliche Anlagen sowie ein hoch modernes Telekommunkationssystem. Kein anderes Land auf dieser Erde hat in nur einem Vierteljahrhundert den Sprung aus dem Mittelalter in die Neuzeit geschafft. Dabei ist es umso bemerkenswerter, dass trotz enormem Entwicklungstempo die gesellschaftlichen Strukturen nicht auseinander brachen. Es herrscht keine Armut oder Verwahrlosung, das kulturelle und historische Erbe blieb gewahrt. Ein politisches Meisterstück, welches wohl einzig dadurch gelingen konnte, indem Sultan Qaboos seine Landsleute nur behutsam westlichen Einflüssen aussetzte bzw. das politische, rechtliche und familiäre Leben auch weiterhin auf die Gesetze des Islam ausrichtete.
Geografie
Im äusseren Südosten der Arabischen Halbinsel gelegen, umfasst der Oman eine Fläche von rund 309'500 km² (ca. 7x die Schweiz). Er grenzt im Süden an den Yemen, im Westen an Saudi-Arabien und an die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.). Er wird durch letztere im Norden von seiner Exklave Musandam und der Meerenge von Hormuz abgetrennt. Im Osten des Landes liegt die dem Indischen Ozean zugewandte, 1700 km lange Küste. Im nördlichen Teil dominieren die kahlen Berge des Hajar-Gebirges. Der höchste Berg ist der Djebel Shams (3019 m) im nördlichen Al Akhdar-Massiv. Südlich erstreckt sich über rund zwei Drittel des Landes ein nahezu unbe siedelter Wüstenstreifen von rund 600 km Breite. In der Südprovinz Dhofar wird dieses Wüs tengebiet durch das Al Qara-Gebirge eingegrenzt. Die Südküste mit der Provinzhauptstadt Salalah gehört, als einziges Gebiet auf der Arabischen Halbinsel, zum Monsungürtel. In den Sommermonaten regnet es hier täglich, entsprechend ist die Landschaft mit einem grünen Mantel bedeckt.
Geschichte
- Antike: Südarabiens Nordosten gehört zu den schon früh besiedelten Gebieten der Arabischen Halbinsel. Im Hajar-Gebirge sind deutsche Archäologen 1990 auf zahlreiche, bis zu acht Meter hohe Turmgräber gestossen, Zeugnisse aus dem 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. In der Antike wurde Oman zur Handelsmacht, nachdem Kupfer und Weihrauch ihm zu grösstem Reichtum verhalfen. Von Muscat und Sohar aus segelten omanische Händler regelmässig bis nach China.
- Mittelalter: Im Jahr 1507 eroberten die Portugiesen Muscat. Sie beherrschten das Land während rund 150 Jahren. Erst 1659 konnte Sultan Bin Saif aus der Yaruba-Dynastie die fremden Herren vertreiben. Danach folgte eine Blütezeit, in welcher die mächtigen Festungen in Nizwa, Rustaq und Jabrin entstanden. Zahlreiche ehemals portugiesische Besitzungen in Afrika (z.B. Sansibar und Mombasa) wurden durch Omani erobert. Kriegerische Auseinandersetzungen mit Persien führten schliesslich zum Aussterben der Yaruba-Dynastie. Ihr folgte der erste Imam der Al Bu Said-Dynastie, die den Oman bis heute regiert.
- Neuzeit: In der ersten Hälfte des 19. Jh. gelangte Oman zu seiner grössten Ausdehnung. Die ganze ostafrikanische Küste von Kap Hoorn (heute Südafrika) bis zum Kap Delgado (heute Moçambique) gehörte zu seinem Einfl ussbereich. Ab 1938 verfolgte Sultan Said Bin Taimur dann allerdings eine betont nationale Politik, welche mit der grossen Isolation des Landes gegen Aussen einherging. Am 23.7.1970 wurde er von seinem Sohn Qaboos, der in England studiert hatte, unblutig gestürzt. Sein Machtantritt erfolgte im Einvernehmen mit Grossbritannien, welches dem entmachteten Vater Exil gewährte.
Islam
In Zentraloman gehören die meisten Bewohner der ibaditischen Richtung des Islam an, während in den Küstenregionen der schiitische und sunnitische Glaube verbreitet ist. Sinngemäss bedeutet «Islam» die Unterwerfung unter den Willen Gottes, welcher im heiligen Buch, dem Koran niedergeschrieben ist. Zu den Pflichten eines guten Moslems gehören das fünfmalige tägliche Gebet, die Befolgung des Fastenmonats Ramadan, die Pilgerfahrt nach Mekka und mindestens einmal täglich die milde Gabe an Bedürftige. Im Oman gilt das islamische Recht, die «Scharia».
Ramadan
Der Fastenmonat Ramadan ist der 9. Monat im islamischen Mondjahr. Alle Gläubigen sind gehalten, von Sonnenaufgang bis -untergang weltlicher Genüsse wie Essen, Trinken und Rauchen zu ent sagen (Alte, Kranke und Kinder erhalten aber jederzeit Essen und Getränke, stillende Mütter und Schwangere müssen / dürfen auch nicht fasten). Von Touristen wird erwartet, dass sie sich, als Akt der Fairness, in der Öffentlichkeit diesen Regeln anpassen. Öff entliche Restaurants bleiben während des Ramadans geschlossen. Läden und behördliche Stellen haben reduzierte Öffnungszeiten. In den Hotels ist in aller Regel nur ein Teil der Restaurants geöffnet, in welchen auch tagsüber Mahlzeiten und nichtalkoholische Getränke konsumiert werden können. Alkohol wird hingegen erst nach Sonnenuntergang serviert. Tagsüber ist der Konsum von Alkohol nur im Hotel zimmer ab Minibar erlaubt. Mit «Life Entertainment» ist nicht zu rechnen. Während der Gang der Dinge tagsüber sehr reduziert ist, sind die Strassen nach Sonnenuntergang umso belebter. Ein Vorteil: Während des Ramadans haben die meisten Hotels Tiefsaison!
Reiseinformationen
Frauen allein unterwegs
Allein reisende Frauen geniessen im Oman weitestgehende Sicherheit. Belästigungen und Gewalt gegen Europäerinnen sind nicht bekannt. Allerdings raten wir Frauen, sich über Rolle und Status der Frau in arabischen Ländern ins Bild zu setzen. Dies bedingt ausserhalb von Hotelanlagen eine Kleidung nach islamischen Massstäben bzw. Verzicht auf Shorts, Tops, Minis, das Zeigen von Rücken und Schultern sowie alles, was eng und durchschimmernd ist. Auf dem Lande empfiehlt sich ein Kopftuch. In den Hotels gelten europäische Standards, «Oben ohne» und FKK bleiben jedoch strengstens verboten.
Kleidung
Im Sommer empfiehlt sich leichte Baumwollkleidung, im Winter zusätzlich Pullover und eine leichte Jacke. Ausserhalb von Hotelanlagen sind Shorts (auch für Männer) unangebracht. Die meisten Hotels kennen nur noch einen minimalen «Dress Code», z. B. lange Hosen und Hemd zu den Mahlzeiten. Einzelne Hotels der Luxusklasse verlangen Sakko und Krawatte zum Dinner. Aufgepasst: Viele Hotelhallen sind stark unterkühlt! Für Frauen: Bitte separate Kolumne «Frauen allein unterwegs» beachten.
Medikamente
Nicht alle in Europa zugelassenen Medikamente sind im Oman erlaubt, manche gelten als verbotene Suchtmittel. Sollten Sie Medikamente mitnehmen, so wird empfohlen, eine Kopie des ärztlichen Rezeptes mitzuführen. Weitere Gesundheitsinfos auf www.safetravel.ch und www.bag.admin.ch.
Post
Die Post funktioniert zuverlässig. Postbüros sind üblicherweise zwischen 8 - 14 Uhr geöffnet. Hotelgäste können die Post in ihrem Hotel aufgeben.
Shopping & Souks
In vielen Souks werden «antike» Waffen, Beduinenschmuck und ländliche Gebrauchsgegenstände feilgeboten. Deren antiker Wert ist aber nicht immer gesichert, sie könnten auch neueren Herstellungsdatums sein. Die prächtigen, silbernen Khanjars (Krummdolche) sind ein Wahrzeichen Omans und vielbegehrtes Andenken. Bei guter Qualität ist mit Preisen von mehreren Hundert Franken zu rechnen, bei Dolchen mit antikem Nachweis geht es in die Tausende (CHF 1'000.- bis 3'000.-). In den Souks von Nizwa und Muttrah, aber auch in der Südprovinz Dhofar, findet man als Spezialität kleine vergoldete Dosen mit Weihrauch oder Duftmischungen, welche sich ausgezeichnet als Mitbringsel eignen. Nach alter arabischer Tradition sind die Preise in den Souks verhandelbar, während in den Geschäften normalerweise Festpreise gelten. In den Souks kann nicht mit Kreditkarten bezahlt werden, entsprechend ist es ratsam, Bargeld oder Travellerschecks dabei zu haben.
Tauchen
Die Küste Omans verfügt über unzählige Spots, welche Taucherinnen und Taucher zu begeistern vermögen. Die Verhältnisse sind mit jenen im Roten Meer oder auf den Malediven vergleichbar. Vor der Küste liegen riesige Korallenbänke mit einer reichen Flora und Fauna. Gefährliche Haie gibt es nur gerade im extremen Süden. Auch WracktaucherInnen kommen im Oman ausführlich auf Ihre Kosten. Erwähnenswert sind zudem die vielen Delphinschwärme, welche an Omans Küsten beobachtet werden können. Viele Strandhotels haben angegliederte Tauchzentren, in welchen auch Anfänger erste Tauchgänge üben können.
Golf
Im Dezember 2009 wurde der Muscat Hill Golf & Country Club eröffnet. Der ausgezeichnete Golfcourse wurde von Paul Thomas von Dave Thomas Associates entworfen.
Verkehr
- Strassennetz: Es unterteilt sich in asphaltierte Strassen und Pisten. Es empfiehlt sich, Pisten nur mit 4x4-Fahrzeugen zu befahren. Die asphaltierten Strassen sind im allgemeinen in gutem Zustand. Es herrscht Rechtsverkehr, die Beschilderung ist zweisprachig Arabisch / Englisch.
- Mietwagen: Fahrten mit dem Mietwagen sind problemlos. Europäische Führerausweise werden akzeptiert. Auch 4x4-Fahrzeuge können gemietet werden. Beim Befahren von Wadis (meist trockenliegendes Flussbett eines Wüstenflusses) ist in den Wintermonaten besondere Vorsicht geboten, da diese bei Regenschauern binnen Kürze zu reissenden Flüssen anschwellen können. Von Fahrten in die Wüste (ohne Führer) wird dringend abgeraten!
- Bustransport: Ein landesweites Busnetz wird von der «Oman National Transport Company» betrieben. Langstreckenbusse verbinden die Hauptstadt Muscat mit Dubai bzw. mit Salalah.
- Flugtransport: Omans internationaler Flughafen heisst Seeb International Airport. Er ist rund 40 km vom Stadtzentrum Muscats entfernt. Die nationale Oman Air bedient diverse internationale Ziele, vornehmlich auf der Arabischen Halbinsel und auf dem Indischen Subkontinent. Die inneromanischen Verbindungen gehen ins südliche Zentrum Salalah, nach Khasab (Exklave Musandam), Sur und Dibba.
- Taxis: Die orangen und weissen Taxis verfügen über keinen Taxometer, wobei die Tarife von den Behörden festgelegt werden. Es empfiehlt sich daher, sich bereits beim Zusteigen Klarheit über das Fahrgeld zu verschaffen.
Sonne
Ein guter Sonnenschutz ist dringend empfohlen: Sonnenbrille, Kopfschutz, viel Flüssigkeit, Sonnencrème mit australischem Standard ab Faktor 20, für Kinder am Strand / Pool immer «Sunblockers» und T-Shirt.
Klimatabelle
| Nordoman | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tagestemperatur in °C | 25 | 25 | 28 | 32 | 36 | 37 | 35 | 33 | 34 | 33 | 25 | 26 |
| Nachttemperatur in °C | 19 | 19 | 22 | 25 | 30 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 23 | 20 |
| Wassertemperatur in °C | 25 | 25 | 26 | 28 | 29 | 30 | 30 | 31 | 30 | 29 | 28 | 26 |
| Sonnenscheinstunden | 9 | 10 | 9 | 11 | 12 | 12 | 10 | 10 | 10 | 10 | 9 | 8 |
| Niederschlagstage | 2 | 1 | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 |
| Südoman | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tagestemperatur in °C | 27 | 28 | 30 | 31 | 32 | 32 | 28 | 27 | 29 | 30 | 30 | 28 |
| Nachttemperatur in °C | 18 | 19 | 20 | 23 | 25 | 26 | 24 | 23 | 23 | 21 | 20 | 20 |
| Wassertemperatur in °C | 24 | 24 | 24 | 26 | 25 | 25 | 24 | 23 | 23 | 26 | 28 | 27 |
